Dinge, die gut tun

In Situationen, in denen es einem nicht gut geht, kann man dazu neigen, die Dinge zu generalisieren und das Schöne und Gute aus den Augen zu verlieren. Man ist dann in seinen Emotionen gefangen, denkt vielleicht, dass alles schlecht ist und hat zu nichts Lust. Die Fähigkeit, sich an Schönes zu erinnern oder zu erinnern, was einem gut tut, kann eingeschränkt sein. Daher kann es hilfreich sein, sich zu einem Zeitpunkt, an dem es einem gut geht, eine Liste zu erstellen. Die „Liste der Dinge, die mir gut tut.“ Nehmen Sie sich hierfür ein wenig Zeit. Sie benötigen einen Zettel und einen Stift. Vielleicht möchten Sie noch Ihr Handy dazu legen, um Ihre Liste am Ende zu fotografieren – sein Handy hat man ja eher dabei als einen Zettel. So können Sie bei Bedarf einen Blick auf das Foto werfen und sich erinnern.

Sie können Ihre Liste in Kategorien unterteilen, wenn Sie mögen. Hier könnte sich zum Beispiel eine Unterteilung in Aktivitäten anbieten, die Sie aktiv unternehmen können und Handlungen, die sich achtsam wahrnehmen können, es geht natürlich auch beides zusammen. Bei den Aktivitäten könnte man unterscheiden zwischen Dingen, die Ihnen Freude machen und Dingen, die Sie durchführen und sich später über das Erreichte freuen. Hier einige Beispiele:

Dinge, die Spaß machen:
Singen, Tanzen, Lesen, Malen, einen Film/eine Dokumentation/eine Serie schauen, mit Freunden telefonieren, Musik hören, usw.
Hierbei ist es hilfreich, wenn Sie genau bestimmen, was genau Sie singen wollen, zu welcher Musik Sie tanzen möchten, welchen Film Sie schauen wollen, denn bedenken Sie, wenn es Ihnen nicht so gut geht, ist das Denken manchmal eingeschränkt.

Dinge, die das Gefühl geben, etwas erreicht zu haben:
Den Geschirrspüler ausräumen, die Wäsche abhängen, Unterlagen abheften, Fenster putzen, Fegen, Staubsaugen, Auto waschen, usw.
Hier führen Sie Handlungen aus, die vielleicht im ersten Moment nicht viel Freude bereiten, aber das Ergebnis dieser Handlungen könnte Sie erfreuen. Auch diese Freude ist ein positives Gefühl und kann Ihnen bei gedrückter Stimmung helfen. Welche Arbeit verrichten Sie, bei der Sie sich hinterher über den Erfolg freuen?

Dinge achtsam verrichten:
Etwas riechen, das Sie mögen, etwas befühlen, das Sie mögen, ihr Haustier streicheln und das Fell fühlen, ein Bild betrachten, usw.
Auch hier ist es hilfreich, wenn Sie sich genau notieren, was Ihnen gut tut. Was nehmen Sie gerne wahr?

Die hier vorgestellten Übungen ersetzen keine medizinische, psychologische oder psychiatrische Behandlung. Wenn Sie unter gesundheitlichen Problemen leiden oder sich nicht sicher sind oder bei auftretenden Beschwerden mit Krankheitswert, konsultieren Sie bitte selbständig einen Arzt, Psychologen oder Psychiater und klären Sie bitte vorher ab, ob die Übungen für Sie geeignet sind. Die hier vorgestellten Übungen sowie die gesamten Inhalte des Internetauftritts stellen keine Heil- und Erfolgsversprechen dar.

Achtsam Dinge verrichten: ein chinesischer Garten ist für viele ein Symbol für Ruhe und Harmonie, Achtsamkeit, Angélique Semmler, Heilpraktikerin für Psychotherapie, Beratung, Coaching, Supervision